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Aktuelle Entwicklungen/Artikel (Stand 03.01.2026)
Die bundesweite Kampagne "Mit Macht für die 8“ des DGB wird von Aktivitäten der Einzelgewerkschaften vorangetrieben. In Video-Statements erklären ver.di Kolleg:innen aus verschiedenen Berufen, warum sie längere tägliche Arbeitszeiten mit Blick auf das eigene Privat- und Erwerbsleben, aber auch auf die Gesellschaft für kontraproduktiv halten. Mehrere NGG-Landesverbände haben sich mit einer koordinierten Pressemitteilung hinter die Kampagne gestellt.
Der Sozialpartnerdialog zum geplanten neuen Arbeitszeitzeitgesetz ist erfolglos zu Ende gegangen. Laut einem Sprecher des Arbeitsministeriums lagen die Positionen weit auseinander, man sei aber zuversichtlich, innerhalb der ersten Jahreshälfte einen Referentenentwurf vorlegen zu können, der für alle Interessensgruppen zufriedenstellend ist.
Am 10.12. riefen der Bremer DGB-Landesverband sowie ver.di und GEW zu einer Protestaktion und Menschenkette vor die Bremer Bürgerschaft auf. Anlass des Aufrufs war die geplante Einführung der 41-Stunden-Woche für Bremer Beamt:innen. Ein breites Bündnis aus Gewerkschaften und Initiativen, darunter auch GdP, IG Metall und “unkürzbar” mobilisierte 1000 Menschen zu der Aktion. Zusätzlich wurde die Aktion dazu genutzt, die Forderungen der Gewerkschaften in der aktuellen Tarifrunde der Länder laut zu machen.
Im Gespräch mit dem Weser-Kurier über die geplante Einführung der 41-Stunden-Woche für Bremer Beamt:innen konstatiert der Bremer Gesamtpersonalrats-Vorsitzende Lars Hartwig, dass Spardiktate Bremens Einnahmeproblem nicht lösen werden. Anstelle von längeren wöchentlichen Arbeitszeiten seien Entbürokratisierung und attraktive Arbeitsbedingungen nötig, um dem Personalnotstand bei den öffentlichen Dienstleistungen zu begegnen und die Versorgungsqualität zu verbessern.
Die in Bremen ansässige BKK Firmus sieht in ihrem Angebot einer 4-Tage-Woche bei 35 Stunden ein wichtiges Attraktivitätsmerkmal für Bewerber:innen sowie ein zentrales Element für Mitarbeiter:innenbindung und die eigene Unternehmensmarke.
Eine Gruppe von Unions-Bundestagsabgeordneten will das bestehende Minijob-System teilweise abschaffen. "Zu viele Menschen stecken in der Minijob-Falle", sagte der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe in der Union, Stefan Nacke (CDU), der Süddeutschen Zeitung. Zustimmung kommt von der Gewerkschaft ver.di.
Im Gespräch mit brand eins konstatiert Andrea Nahles, Direktorin der Bundesagentur für Arbeit, dass es sich bei der derzeitigen Konstellation steigender Arbeitslosenzahlen und gleichzeitigem Fachkräftemangel um eine gänzlich neue Situation auf dem deutschen Arbeitsmarktes handelt. Das übergeordnete Problem sieht Nahles beim Fachkräftemangel. Sie appelliert daher für längere Wochenarbeitszeiten von Frauen in Teilzeit, altersgerechte Jobs, vermehrte KI-Anwendungen und attraktivere Bedingungen für ausländische Fachkräfte.
Expert:innenbeiträge und Forschungsergebnisse
Im November ist der Report zum aktuellen DGB Index Gute Arbeit “Gute Zeiten, schlechte Zeiten? Wie die Beschäftigten ihre Arbeitszeiten bewerten” erschienen. Dieser zeigt: Lediglich 40% sind mit ihren aktuellen Arbeitszeiten zufrieden, 53% würden gerne kürzer arbeiten, 72% bevorzugen eine maximale tägliche Arbeitszeit von 8 Stunden. Je öfter diese Grenze überschritten wird, desto belastender gestaltet sich der Arbeitsalltag für die Beschäftigten.
Eine neue Studie des McKinsey Global Institute (“Agents, robots, and us: Skill partnerships in the age of AI”) kommt zu dem Schluss, dass 57% der Arbeitsstunden in den USA bereits automatisierbar sind. Deshalb sei jedoch nicht mit einem Arbeitsplatzverlust vom gleichen Ausmaß zu rechnen, da die meisten menschlichen Fähigkeiten weiterhin gefordert sein werden, wenngleich Kompetenzen im Umgang mit KI zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Am 28.11. fand in Zusammenarbeit mit der Internationalen Erich-Fromm- Gesellschaft und der Hans-Böckler-Stiftung die Fachtagung “Produktivität jenseits des Hamsterrads- Die 4-Tage-Woche im Lichte von gesellschaftlichem Wandel, Erschöpfung und psychischer Bedürfnisse” im Haus der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin statt. Gerne teilen wir mit euch die Präsentationsinhalte der Vortragenden. Die Videos zu den Vorträgen findet ihr hier.
Veit Hailperin: Die Flucht vor der Freizeit
Dr. Hannah Schade: Wege aus einer erschöpften Gesellschaft
Dr. Nils Backhaus: Die Kunst des (gesunden) Lebens?
Lesenswert/Hörenswert- „Argumente für die Mittagspause“
In einem Böckler- Impulspapier analysiert Reinhard Bispinck, ehemaliger Leiter des WSI- Tarifarchivs die Regelung von Dauer, Lage und Verteilung von Arbeitszeit in Tarifverträgen in 25 branchenübergreifenden Tarifbereichen. Dabei wird deutlich, dass den betrieblichen Flexibilitätsanforderungen seit Jahrzehnten mit einer Vielzahl von Absprachen der Tarifvertragsparteien beigekommen werden konnte, die gleichzeitig die Arbeitszeitwünsche der Beschäftigten berücksichtigen. Bispinck hält die Notwendigkeit der Abschaffung des 8-Stunden-Tages daher für nicht plausibel.
Noch mehr spannende Artikel findet ihr oft tagesaktuell auf unserer Website!
Mit herzlichen Grüßen,
Margareta Steinrücke, Koordinatorin der Bremer Arbeitszeitinitiative
Jula Eichhorn, Praktikantin der Bremer Arbeitszeitinitiative
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Kommende Veranstaltungen
25.11.2025 18:00-19:30 (Online) Vortragsreihe der AG Arbeitfairteilen von attac:
„Die neue Aktualität der Arbeitszeitverkürzung- 28-Stunden-Woche jetzt?!
Katrin Mohr, politische Sekretärin im Bereich Grundsatzfragen und Gesellschaftsfragen bei der IG Metall, wird einen Einblick in Tarifkämpfe um Arbeitszeitverkürzung in der Metallindustrie geben.
Die Zugangsdaten werden im Vorhinein auf unsere Website geteilt.
28.11.2025 ab 14:00 Tagung: „Die 4-Tage-Woche im Lichte von gesellschaftlicher Erschöpfung und psychischer Bedürfnisse/ Produktivität jenseits des Hamsterrads“
in der Friedrich-Ebert-Stiftung Haus 1, Saal 1, Hiroshimastr. 17, 10785 Berlin
Aktuelle Entwicklungen/Artikel (Stand 30.10.2025)
Das Vorhaben steht im Kontext der Senats- Sparpläne für den Haushalt 2026 und dem Druck des Stabilitätsrates sowie der Geberländer im Länderfinanzausgleich, den Konsolidierungskurs in Bremen voranzutreiben.
Schock für Rentner: Bas-Berater fordern Rente ab 73 Jahren
Ein von der Bundesregierung eingesetzter wissenschaftlicher Beraterkreis empfiehlt in einem aktuellen Gutachten, das Renteneintrittsalter schrittweise auf 73 Jahre zu erhöhen und begründet dies mit der stagnierenden Wirtschaftsleistung.
Stellenabbau bei Amazon und Target zeigt, wie KI die Arbeitswelt im Einzelhandel verändert
Der Stellenabbau im Einzelhandel nimmt rasant zu. Allein Amazon und Target haben zusammen fast 32.000 Stellen in ihren Unternehmenszentralen abgebaut, was auf eine tiefgreifende Umstrukturierung der Branche hindeutet.
Pflegeheim mit 32 Stunden (S. 4)
2023 hat das DRK Sangerhausen die 4-Tage- Woche eingeführt. Nun soll diese auf 32 Stunden gekürzt werden. Verdi Verhandlungsführer Becker zeigt sich zuversichtlich, denn bislang habe der Arbeitgeber von den zahlreichen Bewerbungen seit Einführung profitieren können.
Technologieriese muss in Franken Maßnahme ergreifen: “anhaltend herausfordernd”
Am 28.09. hat der Technologiekonzern ZF angekündigt, zum 1. September erneut eine temporäre Arbeitszeitverkürzung auf 32,5 Wochenstunden am Standort Schweinfurth einzuführen. Diese gilt vorerst bis zum 31. Januar 2026 und soll der Sicherung des Standortes dienen.
Expert:innenbeiträge und Forschungsergebnisse
Die Koordinaten der Arbeit 2025: Befragung von Arbeitnehmer:innen im Land Bremen
Aus der diesjährigen Beschäftigtenbefragung der Bremer Arbeitnehmerkammer geht hervor, dass die Belastungen für Bremer Arbeitnehmer:innen zunehmen. Rund die Hälfte der Befragten geben an, dass sich zunehmender Stress negativ auf ihre Gesundheit auswirkt- vor zwei Jahren lag der Anteil noch bei 40%.
Neue DGB-Veröffentlichung: Wöchentliche Arbeitszeiten. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Im Fokus der jüngsten Auswertung der bundesweiten repräsentativen Beschäftigtenbefragung "DGB-Index Gute Arbeit" stand das Thema Arbeitszeit. Zentrales Ergebnis der Studie ist, dass Wünsche der Beschäftigten und Realität in diesem Bereich deutlich auseinandergehen. Nur 40% der Befragten sind mit ihren Arbeitszeiten zufrieden.
Lange und fragmentierte Arbeitstage- Verbreitung, Gründe und Auswirkungen
In diesem Policy Brief der Hans-Böckler-Stiftung beleuchten Yvonne Lott und Eileen Peters welche Konsequenzen eine Abschaffung der täglichen zugunsten einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit für die Work-Life Balance der Beschäftigten, aber auch ihre Partner:innen und Familien hätte.
Lesenswert/Hörenswert- „Argumente für die Mittagspause“
Das Arbeitszeitgesetz ist relevanter und zeitgemäßer denn je
Ausgehend von aktuellen politischen Bestrebungen, bisherige Arbeitszeitregelungen zugunsten von Flexibilität auf Arbeitgeberseite aufzuheben, unterstreicht Yvonne Lott, Leiterin des Referats Geschlechterforschung am WSI der Hans-Böckler-Stiftung, die Wichtigkeit des geltenden Arbeitsschutzes.
Auf einen Blick: Debatten um Arbeitszeit: Fragen und Antworten aus der Forschung
Häufigen Annahmen und wichtigen Fragen rund um Arbeitszeit wird hier mit Verweis auf den Forschungsstand begegnet.
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Mit herzlichen Grüßen,
Margareta Steinrücke, Koordinatorin der Bremer Arbeitszeitinitiative
Jula Eichhorn, Praktikantin der Bremer Arbeitszeitinitiative
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Die Bremer Arbeitszeitinitiative hat ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert! Seit zwei Jahrzehnten setzen wir uns für gerechte und menschenwürdige Arbeitszeiten ein und haben diesen besonderen Meilenstein gemeinsam in den schönen Räumen des Forum Kirche gefeiert.
Mit Musik, Essen, kulturellen Beiträgen und angeregten Gesprächen haben wir die Gelegenheit genutzt, uns auszutauschen und auf unsere Arbeit zurückzublicken. Ein großer Dank geht an alle, die diesen besonderen Tag mit uns geteilt haben!
Die Fotos und Videos der Feier können ab morgen auf unserer Website unter Aktuelles eingesehen werden.
Kommende Veranstaltungen
Di, 2.9.2025 19-20:30 Uhr
Forderungen nach einer 4-Tage-Woche oder 30–32 Stunden pro Woche polarisieren: Gesundheit, Produktivität und Vereinbarkeit vs. Fachkräftemangel und wirtschaftliche Risiken. In dieser öffentlichen Diskussion beleuchten Margareta Steinrücke (Bremer Arbeitszeitinitiative) und Dr. Oliver Stettes (IW Köln) die Argumente aus beiden Perspektiven.
Online | Moderation: Dr. Kathrin S. Kürzinger | Teilnahme kostenfrei | Anmeldung: eair.info/le
04. September 2025, 18:00–20:00 Uhr
Wie viel Arbeit verträgt das Klima? Der Arbeitsforscher Dr. Philipp Frey (ITAS) zeigt, warum
eine drastische Reduzierung der Erwerbsarbeit nötig wäre, um die Erderwärmung zu begrenzen, und lädt zur Diskussion ein.
St. Ansgar-Haus, Hamburg | Teilnahme kostenlos | Anmeldung: [email protected]
Aktuelle Entwicklungen/ Artikel
Stand: 31.08.2025
Arbeiter und Betriebsräte laufen Sturm gegen flexiblere Arbeitszeiten und eine striktere Rentenpolitik der neuen Regierung.
Ministerin Reiche will längere Arbeitszeiten und späteren Renteneintritt zur Fachkräftesicherung. Gewerkschaften und andere kritisieren das als sozial ungerecht. Sie fordern stattdessen Produktivitätssteigerung und Aktivierung ungenutzter Arbeitskräfte.
Die Bundestagspräsidentin warnt vor einer Erhöhung des Renteneintrittsalters und fordert bessere Arbeitsbedingungen statt abstrakter Reformideen.
IG-BCE-Chef Vassiliadis kritisiert die geplante Wochenarbeitszeitgrenze und sieht Nachteile für Beschäftigte ohne Tarifvertrag – notfalls will er vor Gericht ziehen.
Viele Menschen könnten arbeiten, sind aber nicht offiziell arbeitslos gemeldet und gehören zur „stillen Reserve“. Teilzeitfallen verhindern oft, dass sie mehr arbeiten können, z. B. wegen fehlender Kinderbetreuung. So bleibt Fachkräftepotenzial ungenutzt.
Teilzeit betrifft vor allem Frauen und ist eng mit Gleichstellungsfragen verbunden. Oft fehlt es an Betreuungsmöglichkeiten und fairen Rahmenbedingungen. Eine echte Wahlfreiheit bei Arbeitszeit erfordert strukturelle Verbesserungen.
Über 43 % der Lehrkräfte arbeiten inzwischen in Teilzeit, bei Lehrerinnen sogar mehr als jede zweite – besonders problematisch angesichts des Lehrermangels.
Das Arbeitsministerium stellt klar: Auch Lehrkräfte müssen künftig ihre Arbeitszeit systematisch erfassen – nur die Umsetzung ist noch offen.
Island hat gezeigt, dass eine 4-Tage-Woche funktioniert. Beschäftigte berichten von weniger Stress, besserer Work-Life-Balance und höherer Produktivität. Auch wirtschaftlich hat sich das Modell positiv ausgewirkt.
In Schweden gibt es ein Projekt, das bezahlte Arbeitszeit für Freundschaften vorsieht. Ziel ist, Einsamkeit vorzubeugen und soziale Kontakte zu stärken. Unternehmen wie eine Apothekenkette machen bereits mit.
Expert*innenbeiträge und Forschungsergebnisse
DGB-Umfrage: Acht-Stunden-Tag beliebt
Laut einer Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) bevorzugen viele Beschäftigte den klassischen Acht-Stunden-Tag. Trotzdem überschreiten 43 % der Befragten regelmäßig diese Arbeitszeit, was auf steigenden Arbeitsdruck und unzureichende Arbeitszeitkonten hinweist.
Jeder neunte Arbeitnehmer macht regelmäßig Überstunden
Im Jahr 2024 leisteten etwa 4,4 Millionen Beschäftigte in Deutschland regelmäßig Überstunden, was rund 11 % der Erwerbstätigen entspricht. Dabei werden lediglich 16 % dieser Überstunden vergütet, während der Großteil über Arbeitszeitkonten erfasst wird.
Islands Weg zu einer kürzeren Arbeitswoche, Bericht des Autonomy Institute
Island reduzierte in zwei Feldexperimenten (2015–2019) die Wochenarbeitszeit auf 35–36 Stunden ohne Lohnverlust – resultierend in höherem Wohlbefinden bei gleichbleibender Produktivität und mittlerweile einem Rechtsanspruch auf kürzere Arbeit für etwa 86 % der Beschäftigten.
Friedrich Merz behauptet, die Deutschen würden zu wenig arbeiten. Aktuelle Arbeitszeitstatistiken zeigen, dass viele Beschäftigte bereits hohe Arbeitsbelastung haben. Strukturelle Probleme wie Teilzeitfallen und ungenutzte Arbeitskräftepotenziale begrenzen die Arbeitszeit zusätzlich.
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Mit herzlichen Grüßen,
Margareta Steinrücke, Koordinatorin der Bremer Arbeitszeitinitiative
Hannah Nonn, Praktikantin der Bremer Arbeitszeitinitiative
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Die Bremer Arbeitszeitinitiative feiert 20 Jahre Einsatz für menschenwürdige Arbeitszeiten
Los geht‘s um 15 Uhr mit einem Rückblick auf die Aktivitäten der letzten 20 Jahre, einer Diskussion und einem Quiz. Weiter geht‘s im dem gemütlichen Teil mit Essen, Getränken, Musik, kulturellen Beiträgen und angeregten Gesprächen. Alle an guten und menschenwürdigen Arbeitszeiten Interessierte sind herzlich eingeladen. Die Feier findet im Forum Kirche, Hollerallee 75, 28209 Bremen, statt. Die Anmeldung zur Feier findet ihr hier!
Aktuelle Entwicklungen/ Artikel
Stand: 30.06.2025
Bericht vom 1. Mai - Der Kampf um die Arbeitszeit
Am Tag der Arbeit forderten Gewerkschaften kürzere Arbeitszeiten und höhere Löhne - Arbeitgeber hingegen längere Wochenarbeitszeiten. Die Sondersendung zum 1. Mai 2025 beleuchtet die Debatte und lässt DGB-Chefin Yasmin Fahimi zu Wort kommen.
Gewerkschafter: »Der Gegner wird aggressiver und cleverer«
Auf der Streikkonferenz in Berlin warnten Gewerkschaften vor wachsendem Druck von Arbeitgebern und Politik. Sie forderten mehr Streikbereitschaft und Zusammenarbeit - statt Sozialpartnerschaft und Konkurrenz.
In der EU wird pro Woche weniger gearbeitet
Die durchschnittliche Arbeitszeit in der EU ist seit 2014 um eine Stunde auf 36 Stunden je Woche gesunken. Die 40-Stunden-Woche bleibt für die meisten dennoch Realität.
IG Metall fordert keine Viertagewoche mehr
Wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage verlangt die IG Metall laut einem Bericht vorerst keine Viertagewoche bei vollem Lohnausgleich mehr. Auch Ver.di wird zurückhaltender.
Bremer Beamte sollen eine Stunde mehr arbeiten – ohne Lohnausgleich
In Bremen sollen Beamt:innen künftig eine zusätzliche Stunde pro Woche arbeiten - ohne Bezahlung. Finanzsenator Björn Fecker nennt es Notwendigkeit zur Haushaltssanierung, doch Polizei und Gewerkschaften reagieren empört.
Studie: Neue "Wochenarbeitszeit" bringt Zwölf-Stunden-Tage
Die Bundesregierung plant längere Arbeitstage - bis zu 12 Stunden könnten möglich werden. Gewerkschaften schlagen Alarm, warnen vor Gesundheitsrisiken und Arbeitsdruck. Arbeitgeber sehen dagegen mehr Flexibilität und Chancen.
Unbezahlte Mehrarbeit bei zwei Dritteln der Berliner Lehrer
An Berlins Schulen leisten zwei Drittel der Lehrerinnen und Lehrer einer neuen Studie zufolge unbezahlte Mehrarbeit. Im Durchschnitt fallen pro Vollzeit-Lehrkraft 2,5 Überstunden pro Woche an, wie eine jetzt vorgestellte empirische Untersuchung eines Forscherteams der Universität Göttingen ergab, die von der Gewerkschaft GEW unterstützt wurde.
Große Unterschiede zwischen Jung und Alt: Mehrheit lehnt unbegrenzte tägliche Arbeitszeit ab
73% der Beschäftigten in Deutschland lehnen laut IAB-Umfrage eine unbegrenzte tägliche Arbeitszeit ab - dennoch wären 34% bereit, an einzelnen Tagen mehr als 10 Stunden zu arbeiten.
Begünstigen längere Arbeitszeiten einen Burnout? Befragungsergebnisse zeichnen ein gemischtes Bild
Eine IAB-Umfrage zeigt: Männer arbeiten deutlich länger als Frauen - und leiden dennoch seltener unter Burnout. Bei Frauen dagegen steigt mit jeder Überstunde auch das Risiko für Erschöpfungssymptome. Forderungen nach genereller Arbeitszeit-Ausweitung sind daher kritisch: Sie könnten besonders Frauen gesundheitlich belasten und dem Fachkräftemangel sogar entgegenwirken.
Lange Arbeitszeiten sind kein Wohlstandsgarant
Braucht Deutschland längere Arbeitszeiten für mehr Wohlstand? Eine Analyse der Hans-Böckler-Stiftung widerspricht: Mehr Arbeit heißt nicht automatisch mehr Wohlstand - und könnte sogar den Fachkräftemangel verschärfen.
Kolumne: Teilzeit-Turbo statt Teilzeit-Tussi"
Mit Vier-Tage-Woche und Work-Life-Balance können wir den Wohlstand nicht erhalten." Zack, da ist sie wieder. die Diskussion über die vermeintlich zu faulen Deutschen. Nicht nur Bundeskanzler Friedrich Merz, der das gesagt hat, findet: Wochenstunden rauf, Teilzeitquote runter. Nur: Teilzeit zu erschweren, oder sogar abzuschaffen, wäre nicht nur gesellschaftlich, sondern auch wirtschaftlich voll daneben! Warum, erklärt Laura Koppenhöfer in ihrer Wochenend-Kolumne "Zwei Minuten".
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Margareta Steinrücke, Koordinatorin der Bremer Arbeitszeitinitiative
Hannah Nonn, Praktikantin der Bremer Arbeitszeitinitiative
Hier kommt der neueste Newsletter der Bremer Arbeitszeitinitiative mit allem Neuen was es im letzten Monat rund um Arbeitszeitgestaltung und -verkürzung gegeben hat!
Die Bremer Arbeitszeitinitiative wird 20 Jahre alt und das soll gefeiert werden! Am 29.08.2025 ab 15 Uhr im Forum Kirche in der Hollerallee 75, in 28209 Bremen. Kommt zahlreich vorbei und lasst uns gemeinsam feiern.
Aktuelle Entwicklungen/ Artikel
Stand: 24.04.2025
Bremer Forscher haben ein Modell zur Arbeitszeiterfassung entwickelt. Viele Lehrer sind laut Bildungsressort mutmaßlich überlastet, darunter leidet der Unterricht.
Nach intensiven Verhandlungen und einem Schlichtungsverfahren haben Arbeitgeber und Gewerkschaften heute in der vierten Verhandlungsrunde eine Einigung in der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen erzielt. Die Einigung umfasst unter anderem eine lineare Entgelterhöhung von insgesamt 5,8 Prozent in zwei Schritten sowie weitere Verbesserungen in den Bereichen Arbeitszeit und Sonderzahlungen. Die Laufzeit des Tarifabschlusses beträgt 27 Monate ab dem 1. Januar 2025 bis mindestens zum 31. März 2027.
Fachkräftemangel, weniger Vollzeitkräfte und lange Wartelisten- das waren Herausforderungen, mit denen sich auch die Ergotherapeutin und Praxisinhaberin Gesa Meyer-Brüna auseinandersetzen musste. Dann erfuhr sie von einer bundesweiten Studie und führte in ihrer Praxis die Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich ein. Wie sieht es heute, ein Jahr später, aus? Gibt es sie noch, die Vier-Tage-Woche? Welche Auswirkungen hat sie auf Umsätze, Mitarbeiter:innen und Co.?
Montags auch mal zwölf Stunden arbeiten? Friedrich Merz hatte eine Änderung der Höchstarbeitszeit angekündigt, nun steht die neue Vereinbarung im Koalitionsvertrag. Für körperlich hart Arbeitende drohen Gefahren.
Überstunden sind in Deutschland verbreitet. Jeder zehnte Beschäftigte arbeitet mehr als 48 Stunden. Dahinter steht ein offenes Geheimnis.
Für die Befürworter ist die Vier-Tage-Woche das Arbeitszeitmodell der Zukunft. Drei Tage pro Woche frei, weniger Stress - diese Vorteile einer Vier-Tage-Woche liegen für viele Beschäftigte auf der Hand. Ob die Vier-Tage-Woche ein Modell für Handwerksbetriebe ist, hängt von der individuellen betrieblichen Situation ab.
Bericht des Institut der deutschen Wirtschaft zur 4-Tage-Woche
Studie der Hans Böckler Stiftung
Arbeitsvolumen in Deutschland: (wieder) mehr und länger arbeiten für Wohlstand und Wohlfahrt?
Ausweitung von Arbeitszeiten, weniger Feiertage: gerade viel diskutiert. Doch arbeiten Beschäftigte in Deutschland tatsächlich (besonders) wenig? Und was bringen längere Arbeitszeiten wirklich?
Arbeitszeitverkürzung als Zukunftsmodell. Talk mit Margareta Steinrücke
IG BAU Podcast “Werktags im Norden” mit Margareta Steinrücke
Ist das Arbeitszeitgesetz noch zeitgemäß?
Podcast Systemrelevant: Johanna Wenckebach und Marco Herack besprechen das Arbeitszeitgesetz und wie die Politik es dem Wandel der Zeit anpassen möchte.
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Margareta Steinrücke, Koordinatorin der Bremer Arbeitszeitinitiative
Janis Wenck, Praktikant der Bremer Arbeitszeitinitiative
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ABC der Arbeitszeitverkürzung
Die Bremer Arbeitszeitinitiative und der Bundesausschuss Transformation der Arbeit des Evangelischen Verbandes Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt haben buchstäblich überzeugende Argumente von A-Z für eine Arbeitszeitverkürzung zusammengetragen und präsentieren diese Argumentationshilfe online, in den sozialen Medien und als Handout im PDF-Format.
Aktuelle Entwicklungen/ Artikel
Stand: 26.02.2025
Die spanische Regierung hat eine Reduzierung der regulären Wochenarbeitszeit von 40 auf 37,5 Stunden auf den Weg gebracht.
Vor dem Beginn der Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen warnt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) vor der Situation in vielen öffentlichen Einrichtungen: „Viele Kommunen befinden sich am Rande der Handlungsfähigkeit, die Beschäftigen sind überlastet; wenn nicht gehandelt wird, droht ein Kollaps“, betonte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.
Sollte Volkswagen noch tiefer in die Krise schlittern, müssten Mitarbeiter womöglich auf Teile ihrer Gehälter verzichten. Medienberichten zufolge hat der Konzern eine entsprechende Regelung mit der Gewerkschaft vereinbart.
1957 begannen die Metallarbeiter Schleswig-Holsteins den Kampf für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Nun steht diese (wieder) zur Debatte.
Bei einem Wahlkampfauftritt in Neubrandenburg hat CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz versucht, vor allem mit wirtschaftspolitischen Forderungen zu punkten. Vor dem Veranstaltungssaal gab es Proteste.
Mit der «Agenda 2030» kündigen sich neue Angriffe auf Sozialstandards von Beschäftigten an. Gerade jetzt braucht es linke Gegenentwürfe, die Arbeitszeitverkürzung und Gute Arbeit ins Zentrum stellen.
4 Tage Woche in Deutschland
Vier-Tage-Woche: "Wir haben einfach Wichtigeres als Arbeit zu tun"
Dissens Podcast mit Margareta Steinrücke und Beate Zimpelmann
Arbeiten Frauen wirklich weniger? Über Erwerbsarbeit und Care-Arbeit
WSI-Direktorin Bettina Kohlrausch diskutiert, warum es mehr braucht als eine bessere Kinderbetreuung, um Frauen mehr Erwerbsarbeit zu ermöglichen.
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Margareta Steinrücke, Koordinatorin der Bremer Arbeitszeitinitiative
Janis Wenck, Praktikant der Bremer Arbeitszeitinitiative
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Stand 20.12.2024
Seit Montag sitzen die Tarifkommission der IG Metall und das Management des Volkswagen-Konzerns zusammen und beraten darüber, wie bei den 130.000 VW-Beschäftigten jährlich Milliarden eingespart werden können.
Wirkt sich eine substanzielle Verkürzung der Wochenarbeitszeit längerfristig auf Gesundheit, Work-Life-Balance und Zufriedenheit aus? Und funktionieren die Arbeitsabläufe noch zufriedenstellend, wenn alle kürzertreten?
Teilzeitkräften stehen Überstundenzuschläge zu, sobald sie ihre individuell vereinbarte Arbeitszeit überschreiten. Das hat das Bundesarbeitsgericht am 05. Dezember 2024 entschieden.
35 Studierende aus Bremen diskutierten im Rahmen einer Bildungsfahrt mit dem Tarifexperten Stephan Vetter über die wirtschaftlichen Chancen und Umsetzungspotenziale der Arbeitszeitverkürzung.
Zehntausende Arbeitsplätze stehen derzeit in Nordrhein-Westfalen auf dem Spiel. Ob sich schnell ein neuer Job finden lässt, hängt von mehreren Faktoren ab. Experten erklären, worauf es ankommt, ob die Arbeitskarriere möglichst schnell weitergeht.
Die thyssenkrupp-Stahltochter schwächelt. In einem Zukunftspapier stellt der Konzern nun vor, wie es weitergehen soll. Ein Standort soll stillgelegt und insgesamt rund 11.000 Stellen abgebaut werden.
Wie sich die Vier-Tage-Woche in der Praxis bewährt
Die Vier-Tage-Woche funktioniert in vielen Fällen gut - zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Universität Münster. Die Forscher haben ein halbes Jahr lang mehr als 40 Unternehmen begleitet.
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Janis Wenck, Praktikant der Bremer Arbeitszeitinitiative
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Stand: 15.08.2024
Nach langen Verhandlungen: Erster Tarifvertrag bei Miwe
Beim Backautomatenbauer Miwe in Arnstein gilt künftig ein Tarifvertrag. Er tritt im August in Kraft. Die 600 Beschäftigten haben fast ein Jahr lang für die Regelungen gekämpft. Mehrere Warnstreiks begleiteten die innerbetrieblichen Verhandlungen. Errungen wurde, neben einmaligen Prämien und einer Lohnerhöhung, auch eine Arbeitszeitverkürzung von zwei Stunden.
Frankreich: Kürzere Arbeitszeiten am Bau bei Hitzewellen
Hitzewellen häufen sich aufgrund des Klimawandels. In Frankreich gewöhnen sich Bauunternehmen langsam an den Umgang mit der Hitze.
Mehr Freizeit nur für Gewerkschafter
Kann die IGBCE mit einer einmaligen Einigung den Mitgliederschwund umkehren?
Elektronische Zeiterfassung wird Pflicht – aber nicht für Kleinbetriebe
Unternehmen müssen künftig alle geleisteten Arbeitsstunden elektronisch erfassen. Das sagt ein Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministeriums. Ausnahmen soll es für Tarifparteien und Kleinstbetriebe geben.
ver.di stellt fest: Arbeitszeitverkürzung geboten, statt -verlängerung im öffentlichen Dienst
„Wir widersprechen der Forderung der öffentlichen Arbeitgeber, im öffentlichen Dienst längere Arbeitszeiten durchzusetzen und fordern stattdessen mehr Investitionen in Bildung und Infrastruktur sowie bessere Arbeitsbedingungen“ erklärt Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz).
Praxisbericht zur 4-Tage-Woche: „Es geht auch um die psychische Gesundheit“
Sein Unternehmen hat die Vier-Tage-Woche eingeführt. Im Interview erklärt Markus Saxen, Geschäftsführer eines IT-Dienstleisters aus NRW, welche Herausforderungen es dabei gab und warum die Meetings im Unternehmen seitdem deutlich kürzer sind.
Sparkurs: Bosch Engineering kürzt Arbeitszeit von 2.300 Mitarbeitenden
Die Konjunkturflaute zwingt Bosch zum Sparen. Bei einer Tochterfirma sollen aktuell zwar keine Stellen wegfallen. Der Rotstift wird dafür an anderer Stelle angesetzt.
"Ich arbeite fünf Stunden weniger, aber habe netto 500 Euro
mehr"
Michaela Weber arbeitete lange als Erzieherin – bis sie den Stress nicht mehr aushielt und Tinnitus bekam. Sie kündigte und wurde als Heilerziehungspflegerin
glücklich.
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Margareta Steinrücke, Koordinatorin der Bremer Arbeitszeitinitiative
Hauke Eilers, Praktikant der Bremer Arbeitszeitinitiative
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Buchvorstellung "Weniger Arbeiten, mehr Leben!"
Margareta Steinrücke und Beate Zimpelmann haben ihr neues Buch zur Debatte um Arbeitszeit "Weniger Arbeiten, mehr Leben! Die neue Aktualität von Arbeitszeitverkürzung" im Bremer Kulturzentrum
Kukoon vorgestellt. Die Aufzeichnung der Veranstaltung ist hier zu finden.
Aktuelle Entwicklungen/ Artikel
Stand: 01.07.2024
So klappt die Vier-Tage-Woche in den Unternehmen
Seit diesem Jahr testen 45 Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen in ganz Deutschland die Vier-Tage-Woche. Zwischen Euphorie und Überstunden: Wie klappt es inzwischen? Ein Unternehmen berichtet.
Frauen arbeiten mehr als Männer, aber überwiegend unbezahlt, unterstreichen die 31 Mitgliedsorganisationen des Bündnisses "Sorgearbeit fair teilen". Sie fordern Arbeitgeber*innen und Betriebe auf, sorgearbeitsgerechte Arbeitszeitmodelle anzubieten. Zudem sehen sie die Politik in der Pflicht, Rahmenbedingungen für die gleichmäßigere Aufteilung von bezahlter Erwerbsarbeit und unbezahlter Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern zu schaffen.
Psychische Belastung am Arbeitsplatz wächst – dbb fordert Arbeitszeitverkürzung
Vor allem Beschäftigte im Staatsdienst sind inzwischen einer hohen psychischen Belastung ausgesetzt. Hauptursachen sind Schichtdienst, Arbeitsverdichtung, Gewalterfahrungen.
Arbeitszeitverkürzung und neue Zulage im Rettungsdienst verhandelt
Die Rahmenbedingungen im Rettungsdienst werden sich in Zukunft weiter verbessern. Neben einer Verkürzung der Arbeitszeit wird auch eine Zulage für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter eingeführt.
Weniger arbeiten bei vollem Lohnausgleich? Zwei Unternehmerinnen aus Thüringen erproben die Vier-Tage-Woche, um Familie und Beruf in Einklang zu bringen. Bisheriges Fazit: In ihrer Firma funktioniert’s.
Lesenswert - "Argumente für die Mittagspause"
Vier-Tage-Woche: Erste Bilanz zu
Pilotprojekt
Seit Februar testen 50 deutsche Unternehmen die Vier-Tage-Woche bei gleichem Lohn. Die Uni Münster begleitet das sechsmonatige Forschungsprojekt. Prof. Julia Backmann zieht im Interview eine Zwischenbilanz- mit Überraschungen.
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Hauke Eilers, Praktikant der Bremer Arbeitszeitinitiative
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Aktuelle Entwicklungen/ Artikel
Zum 1. Mai betonen die Gewerkschaften die Wichtigkeit von Arbeitszeit und Selbstbestimmung. Sie setzen sich dafür ein, dass Arbeitnehmer*innen ihre Arbeitszeit flexibel gestalten können, um Burnout vorzubeugen und eine bessere Work-Life-Balance zu erreichen.
Der DGB erklärt, warum genaue Arbeitszeiterfassung wichtig ist: Sie schützt vor unbezahlten Überstunden und sorgt für faire Arbeitsbedingungen, besonders in Berufen mit hoher Belastung wie Pflege und Bildung.
2023 gab es in Deutschland 1,3 Milliarden Überstunden, von denen mehr als die Hälfte unbezahlt war. Das belastet die Arbeitnehmer*innen und verursacht Steuerausfälle. Es zeigt die Notwendigkeit strengerer Arbeitszeitregelungen.
Die GDL hat eine Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden pro Woche für Schichtarbeiter durchgesetzt. Ein wichtiger Sieg für bessere Arbeitsbedingungen, der auch andere Gewerkschaften inspirieren könnte.
Erste Umfrageergebnisse von Ver.di zeigen, dass viele Beschäftigte kürzere Arbeitszeiten wollen. Diese Daten sollen bei zukünftigen Tarifverhandlungen helfen, bessere Bedingungen zu schaffen.
Vier-Tage-Woche in Bremen Einige Bremer Betriebe testen die Vier-Tage-Woche und sind begeistert: Mehr Zufriedenheit und Produktivität. Ein Modell, das Nachahmer finden könnte.
Experti*innenbeiträge und Forschungsergebnisse
Intraprenör Studie zur Vier-Tage-Woche Die Studie von Intraprenör untersucht die Vier-Tage-Woche in rund 50 deutschen Unternehmen. Ziel ist es, herauszufinden, ob weniger Arbeitstage bei gleichbleibendem Output und vollem Gehalt funktionieren. Erste Ergebnisse werden im Oktober 2024 erwartet.
Lesenswert - "Argumente für die Mittagspause"
DIW-Studie Deutschland wird mehr gearbeitet als je zuvor, obwohl die durchschnittliche Wochenarbeitszeit seit der Wiedervereinigung sinkt. Vor allem Frauen könnten durch bessere Arbeitszeitregelungen stärker in den Arbeitsmarkt integriert werden.
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Margareta Steinrücke, Koordinatorin der Bremer Arbeitszeitinitiative
Ann-Kathrin Müller, Praktikantin der Bremer Arbeitszeitinitiative
Hauke Eilers, Praktikant der Bremer Arbeitszeitinitiative